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Filme und Audio

Kurzfilme zum Thema:

Migration im Alter
Eine junge Frau, die zusammen mit ihrer Familie vor fünf Jahren aus Usbekistan nach Deutschland auswanderte, porträtiert ihre Grosseltern und andere ältere, zugewanderte Menschen.
https://www.youtube.com/watch?v=7mju_E2Sqps

Migranten – alt werden in der Fremde
https://www.youtube.com/watch?v=69L-lcqH430


(c) colourbox

Radio SRF1 - «Treffpunkt» (17.05.2017):
Alt werden hier und dort: Migranten in der Schweiz
Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Jürg Oehninger, Simone Hulliger
Unter Mitwirkung von Hildegard Hungerbühler, Vizepräsidentin Forum Alter und Migration

Alt werden ist eine Kunst. Besonders auch dann, wenn man in einem anderen Land lebt. Das gilt auch für Migrantinnen und Migranten in der Schweiz. Viele sind sogenannte Arbeitsmigranten und zum Teil seit Jahrzehnten hier. Andere sind hierher geflüchtet. Das prägt den Alltag auch im Alter.
Der «Treffpunkt» beantwortet die Frage, wie es den Menschen mit Migrationshintergrund in der Schweiz geht, wie sie sich im Alter zurechtfinden und welche speziellen Bedürfnisse sie haben.


Olmo Cerri (Schweiz/Italien 2017):
Non ho l’età

Carmela, Don Gregorio, Gabriella und Lorella kennen sich nicht, haben aber vieles gemeinsam: Sie kamen Mitte der 60er-Jahre in die Schweiz, als die grosse Welle der italienischen Migration gerade ihren Höhepunkt erreichte, und erfuhren die schwierigen Schwarzenbach-Jahre hautnah. Verschiedene Geschichten, die in den Akkorden von «Non ho l’étà», einem der populärsten Lieder der damaligen Zeit, zusammenlaufen. Vier Geschichten, die von Migration, Träumen und Solidarität, aber auch von Ausgrenzung, Fremdenhass, Schwarzarbeit und Ausbeutung erzählen. Heute sind diese Menschen im Pensionsalter und erinnern sich.


SRK (2017): 
"WIR BLEIBEN"

Der Film „WIR BLEIBEN“ der Regisseurin Romana Lanfranconi sensibilisiert für die vielfältigen Lebensgeschichten und unterschiedlichen Lebenswelten älterer Migrantinnen und Migranten. Diese kamen im Verlaufe ihres Lebens in die Schweiz, fanden hier Arbeit und gründeten Familien. Heute verbringen sie hier den Lebensabend. Der  Film vermittelt anschaulich Sachinformationen und zeigt, welche Anliegen und Bedürfnisse an Information, Unterstützung und Integration bestehen und wie Gesundheits- und Alterseinrichtungen und Treffpunkte diese Anliegen aufgreifen.


Thomas Lüchinger (2016):
BEING THERE - DA SEIN

Im Dokumentarfilm BEING THERE - DA SEIN geht es um vier Menschen, die in verschiedenen Kulturen Sterbende bis zum Tod begleiten. In der Konfrontation mit ihrer eigenen Sterblichkeit zeigen sie uns Möglichkeiten, wie sie für Sterbende in ihrer letzten Lebensphase da sind und dabei immer wieder neu mit ihrem eigenen Leben in Beziehung treten, ihr Verhältnis zu Tod und Sterben reflektierend.


Ramona Lanfranconi (2016):
Langi Ziit

Anna lebt in Neuseeland. Ihre kranke Mutter ist am anderen Ende der Welt und für ihre Enkel in der Schweiz ist Anna die Skype-Oma. Urs träumt von der Luzerner Fasnacht. Doch wenn in der Schweiz der Winter ausgetrieben wird, beginnt in Neuseeland die Sommersaison und für Urs die Arbeit. Hugo hat seit seinem Ruhestand Langi Ziit. Sehnsucht nach der Schweiz, die er als junger Mann verlassen hat und die es so nicht mehr gibt.
LANGI ZIIT ist ein Film über den Moment, in dem Fernweh zu Heimweh wird


Arami Ullón (2014):
El tiempo nublado

Arami Ullóns Mutter erkrankte früh an Epilepsie und Parkinson. So musste Arami bereits in jungen Jahren die Verantwortung für sich und ihre Mutter übernehmen. Vor zehn Jahren gelang Arami die Abnabelung, und sie fand ihr Glück in der Schweiz. Ihre Mutter wohnt nach wie vor in Asunción (Paraguay) und wird dort von Julia, einer ungelernten Pflegerin, für einen bescheidenen Lohn rund um die Uhr umsorgt. Doch der Zustand der Mutter verschlechtert sich zunehmend: Julia will ihre Stellung aufgeben und ein in Ersatz ist nicht zu finden. Arami sieht sich gezwungen, in die Heimat zurückzukehren.?Wird es ihr gelingen, eine Lösung für ihre Mutter zu finden in einem Land, in dem die Betreuung alter Menschen vornehmlich von Familienangehörigen geleistet wird? Oder wird sie ihr privates Glück in Europa aufgeben, um sich in Paraguay um ihre Mutter zu kümmern?
El tiempo nublado ist ein persönlicher Film über ein universelles Thema, dem wir uns stellen müssen: Was machen wir mit unseren Eltern, wenn sie alt und krank sind?


Yusuf Yesilöz (2012):
„Eigentlich wollten wir zurückkehren“


Sie kamen in die Schweiz, um in Zukunft, nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat, ein besseres Leben zu haben. Dreissig, vierzig Jahre später sind sie immer noch hier.  Mittlerweile im Pensionsalter, stehen drei Ehepaare aus der Türkei und dem Balkan am Scheideweg: Zurückkehren oder hier bleiben? Diese Frage hat die Migrantinnen und Migranten ihr ganzes Leben in der Schweiz begleitet. Jetzt im Alter wird die Antwort dringlich, und auch die Familien der  Kinder müssen sich der Entscheidung stellen. Kehrt die älteste Generation zurück oder nicht? Wer betreut die alten Eltern hier oder dort? Wie geht es weiter?

 


Luc Peter (2010):
Les années Schwarzenbach

Zweimal, in den Jahren 1970 und 1974, stimmte das Schweizer Volk über die sogenannten Schwarzenbach-Initiativen ab. Ziel der Initiativen war es, den Ausländeranteil der Bevölkerung auf 10% bzw. 12% zu begrenzen. Ihre Annahme hätte die Ausweisung von mehr als 300’000 Personen zur Folge gehabt, die Hälfte der damaligen Fremdarbeiter. Beide Initiativen wurden abgelehnt. Doch sie wirkten traumatisierend auf die Einwanderer, die während der 60er-Jahre in die Schweiz gekommen waren, um die grosse Nachfrage nach Arbeitskräften für die hiesige Wirtschaft zu befriedigen. Viele dieser Leute haben sich definitiv in der Schweiz niedergelassen und verleben hier inzwischen ihren Ruhestand.


Gianni Pauciello (2010):
Così siamo arrivate fino adesso

Die Italienerinnen und Italiener, welche in den 50er und 60er Jahren als billige Arbeitskräfte in die Schweiz kamen, leisteten einen unermesslichen Beitrag für den Wohlstand des Landes. Dies ist heute unbestritten und in wertvollen Zeitdokumenten, Studien und Statistiken festgehalten und belegt. In Berichten über die erste Generation der Eingewanderten liegt der Fokus oftmals bei den Männern. Sie wurden aufgrund der grossen Bauprojekte zahlreicher zum schweizerischen Arbeitsmarkt zugelassen. Doch wie erging es den Frauen? Wie geht es ihnen jetzt, im AHV-Alter? Lebensgeschichten gehen verloren, sobald sie nicht mehr erzählt werden. Im Dokumentarfilm"così siamo arrivate fino adesso", kommen fünf Italienerinnen zu Wort, welche als junge Frauen in die Schweiz kamen und heute in Bern leben. Sie schildern, wie sie im Italien vor und während des zweiten Weltkrieges aufgewachsen sind. Eindrücklich ist der Mut, den sie bewiesen, als sie alles zurück liessen und sich mit nichts als einer Adresse in der Hand auf die Reise in ein fremdes Land machten. Wie kamen sie zurecht, welchen Weg schlugen sie ein, fanden sie Liebe, Glück? Und: Was beschäftigt die Frauen heute? Wie sieht ihr Alltag aus? Die fünf biografischen Erzählungen sind - unterlegt mit Fotos aus den privaten Alben und Bildern aus ihrem Alltag - zu einem Film verwoben, der einen berührenden Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart der Protagonistinnen gewährt






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