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01.10.2008

Pressekonferenz des Nationalen Forum Alter und Migration

Am 8. Sept. 2008 hat die neue Präsidentin Christine Egerszegi die Presse über die Tätigkeiten des Nationalen Forum Alter und Migration informiert. Zudem wurde ein neuer Bericht „Kriterien der Gesundheitsförderung mit älteren MigrantInnen in der Schweiz“ vorgestellt. Verschiedene Medien berichteten darüber.


01.09.2008

Neue Studie «Kriterien der Gesundheitsförderung mit älteren MigrantInnen in der Schweiz»

Im Auftrag des Nationalen Forums Alter und Migration hat das Schweizerische Rote Kreuz eine landesweite Erhebung der Situation älterer Migrantinnen und Migranten durchgeführt. Es wurde dabei finanziell vom Bundesamt für Gesundheit unterstützt. Die beiden Autorinnen Corinna Bisegger und Hildegard Hungerbühler leiteten aus den Ergebnissen der schriftlichen Umfrage und den Expertengespräche Kriterien und Empfehlungen für die Gesundheitsförderung mit älteren Migrantinnen und Migranten ab.


Neu gewählte Präsidentin des Nationalen Forums Alter und Migration

Frau Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist ist seit Juli 2008 die neu gewählte Präsidentin des Nationalen Forums Alter und Migration. Ihre politischen Schwerpunkte sind Gesundheit und Soziales. Sie ist Mitglied in der Ständeratskommission für soziale Sicherheit und Gesundheit und massgeblich an der Revision der Sozial- und Krankenversicherungen beteiligt. Als ehemalige Präsidentin von CuraViva kennt sie das Thema Alter und Migration aus der Perspektive der Alters- und Pflegeheime. Diese Erfahrung motiviert Frau Egerszegi sich als Präsidentin des Nationalen Forums verstärkt für die Anliegen der älteren Migrantinnen und Migranten einzusetzen. Handlungsbedarf sieht sie dabei vor allem in der Sensibilisierung der Öffentlichkeit, damit die Zugewanderten in unserer Bevölkerung in der Alterspolitik nicht vergessen gehen.


01.07.2008

Kinofilm zum Thema «Alter und Migration»

Der Film “A Thousand Years of Good Prayers” von Wayne Wang wird ab 10. Juli 2008 in verschiedenen Kinos der Deutschschweiz gezeigt. Er eignet sich als Diskussionsgrundlage zum Thema Migration, Alter und Generationenbeziehungen und kann beim Filmverleih für geschlossene Veranstaltungen gebucht werden.

Kontakt und Informationen beim Filmverleih www.cineworx.ch

Filmtrailer zum herunterladen (benötigt Apple Quicktime)


01.06.2008

Erste europäische Konferenz zu Alter und Migration

Innerhalb des Projektes „Active Ageing of migrated Elders across Europe“ wird die erste europäische Konferenz zu Alter und Migration durchgeführt. Sie trägt den Titel „Migrated Elders across Europe – from challenges to opportunities” und findet vom 30.9. – 2.10.2008 in Bonn statt.

> Weitere Informationen: www.aamee.eu


01.05.2008

«Pasta und Boccia bis ins hohe Alter»

Die Nachfrage nach Altersheimplatzen für Menschen aus dem Mittelmeerraum steigt. Das Pflegewohnheim Falkenstein des Bürgerspitals Basel bietet deshalb seit drei Jahren mediterrane Wohngruppen an. Dies ist auch der Initiative von Pro Migrante zu verdanken.


01.04.2008

Bundesamt für Gesundheit Migration und Gesundheit – strategische Ausrichtung des Bundes 2008-2013

Die Publikation des Bundesamtes für Gesundheit «Migration und Gesundheit. Kurzfassung der Bundesstrategie Phase II (2008 – 2013)» gibt Einblick in die Gesundheitssituation der Migrationsbevölkerung in der Schweiz und begründet den Handlungsbedarf zur Herstellung von Chancengleichheit. Zudem werden die wichtigsten bisherigen Aktivitäten des Bundes skizziert und die Grundzüge der aktuellen Bundesstrategie beschrieben.

> Publikation kostenlos beim BAG downloaden  (de/fr/it/en)


01.03.2008

«Heimweh» «Vorbereitung auf die Pensionierung» «Pensionierung. Persönliches Dossier»

Die Broschüren sensibilisieren MigrantInnen für Rechte, Pflichten und Chancen, die sie als Pensionierte in der Schweiz, in ihrem Heimatland oder als Pendler zwischen den beiden Welten haben und sind nun auch auf Englisch erhältlich.

> Weitere Infos zu den Broschüren


01.03.2008

Befragung von ExpertInnen für Gesundheit von älteren MigrantInnen

Bis vor kurzem war die Gesundheit von älteren MigrantInnen in der Schweiz kaum ein spezielles Thema. In letzter Zeit werden nun zunehmend neue Projekte zur Gesundheitsförderung und Prävention dieser Zielgruppe entwickelt und durchgeführt. Die beteiligten Organisationen wissen aber wenig voneinander und sind kaum vernetzt.
VertreterInnen von Organisationen, die Projekte in diesem Bereich durchführen, Projekte anderer Organisationen kennen oder sich sonst mit diesem Thema beschäftigen, werden gebeten, an einer schriftlichen Umfrage teilzunehmen. Einige ExpertInnen werden zusätzlich für mündliche Interviews kontaktiert.


01.02.2008

Buchtipp: Transkulturelle Kompetenz

Die Publikation enthält u.a. zwei Artikel zum Thema «Alter & Migration»:

Ursula Koch-Straube vermittelt in in ihrem Beitrag «MigrantInnen in der Altenpflege» am Beispiel Deutschlands ein anschauliches Bild zur Pflegearbeit mit älteren MigrantInnen mit hilfreichen Tipps für die Praxis. Hildegard Hungerbühlers Artikel bietet einen aktuellen Überblick über die Situation älterer MigrantInnen in der Schweiz.


01.02.2008

Vernetzungstreffen zum Thema Alter und Migration

Am 29. Januar 2008 führte Pro Senectute Kanton Zürich ein Vernetzungstreffen zum Thema Alter und Migration durch – der Anlass war ein Erfolg. Die grösseren Migrantenorganisationen der Italiener, Spanier und Portugiesen, Vertreter türkischer Migranten und Migranten aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens sowie Migrationsfachleute des Kantons, der grösseren Städte und der Hilfswerke folgten unserer Einladung.

Rund vierzig Personen nahmen am ersten kantonalen Vernetzungstreffen teil. Als konkretes Ergebnis werden wir in der zweiten Jahreshälfte in Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen niederschwellige, muttersprachliche Beratungen für ältere Migrantinnen und Migrantinnen im Kanton Zürich anbieten. Vorgesehen sind monatlich ein bis zwei Angebote mit Beratungen durch Laien.

Pro Senectute Kanton Zürich: Schwerpunkte im Bereich Alter und Migration

  • Direkte Arbeit mit älteren Migrantinnen und Migranten (55+) aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens und der Türkei.
  • Förderung von selbstorganisierten, ethniespezifischen und wo möglich auch ethnieübergreifenden Gruppen älterer Menschen. Integration dieser Gruppen in die regionalen Strukturen der Altersarbeit fördern und unterstützen. Zurzeit geschieht diese Arbeit in Partnerschaft mit der HEKS Regionalstelle Zürich/Schaffhausen.
  • Zusammenarbeit auf der Ebene der Organisationen: Aufbau und Pflege von Kontakten zu den Migrantenorganisationen der Italiener, Spanier und Portugiesen in der Schweiz. Pro Senectute Kanton Zürich bietet den Migrantenorganisationen Unterstützung an bei der Behandlung von Themen rund ums Alter.
  • Durch regelmässige Bildungs- und Informationsangebote wird das Wissen über das schweizerische System sozialer Sicherheit im Alter und der Gesundheitsvorsorge gefördert.


Das nächste Vernetzungstreffen wird voraussichtlich Ende Januar 2009 stattfinden.


Schlussfolgerung und Zusammenfassung des Hauptreferats von Frau Dr. Rosita Fibbi*

Die Erkenntnis der 90er Jahre, dass die Arbeitsmigrantinnen und -migranten in der Schweiz bleiben und hier alt werden würden, fiel zeitlich einerseits mit der Formulierung einer Integrationspolitik auf Bundesebene und andererseits mit zahlreichen Initiativen zur Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebotes für ältere Menschen im Allgemeinen zusammen.

Seither hat sich das Angebot an spezifisch auf ältere Zugewanderte ausgerichteten Leistungen erfreulich entwickelt. Heute sind somit die Bedingungen optimal, um die nächste Herausforderung anzugehen: Die Dienstleistungen an eine neue Gruppe potentieller Nutzerinnen und Nutzer anzupassen. Diese sind die alternden Migrantinnen und Migrannten, die im Zuge der «neuen» Einwanderung aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens und der Türkei in die Schweiz gekommen sind.

Es handelt sich dabei um eine rasch wachsende Bevölkerungsgruppe, die zurzeit noch relativ jung ist. Diese Menschen sind vor noch nicht allzu langer Zeit eingewandert und daher mit den hiesigen Ortssprachen und Lebensweisen noch wenig vertraut. Ihr Gesundheitszustand ist sehr stark geprägt von harten Lebensbedingungen. Innerhalb ihrer Herkunftsgruppe stehen ihnen wenige Ressourcen zur Verfügung, denn die gesamte Gruppe ist mit schwierigen Integrationsbedingungen konfrontiert. Rund ein Viertel dieser älteren Migrantinnen und Migranten lebt im Kanton Zürich.

Die mit den älteren Zugewanderten der ersten Einwanderungswelle gemachten Erfahrungen werden zweifellos hilfreich sein bei der Erarbeitung eines Angebotes, das den Bedürfnissen dieser «älteren Neuzugewanderten» gerecht wird. Um ein solch adäquates Angebot konzipieren zu können, ist es aber auch unabdingbar, diesen alternden Zugewanderten aufmerksam zuzuhören, wenn sie ihre Bedürfnisse äussern. Und schliesslich müssen die betreffenden Herkunftsgruppen in die Lösung dieses gesamtgesellschaftlichen Problems eingebunden werden: Gerade die Anerkennung der Zugewandertengruppen als gleichberechtigte Teile der Gesellschaft ist es, was den gegenseitigen Respekt fördert und die Integration begünstigt.

* Rosita Fibbi ist Projektleiterin am Schweizerischen Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien (SFM) an der Universität Neuenburg, Lehrbeauftragte an der Universität Lausanne für Migrationssoziologie

Andreas Raymann/Denise Brandenberger


01.01.2008

Migrationsbus

Ab dem Sommer 2005 war ein Kleinbus im Rahmen der Aktion «Migration und Integration im Alter» auf Reisen. Dieser Bus verband als Symbol der Wanderschaft, Orte der Migration und des Alters und machte an verschiedenen Alters- und Pflegeheimen der Schweiz Halt.

Der Migrationsbus begleitete in zwei Jahren insgesamt 65 Veranstaltungen zum Thema «Migration und Alter» im In- und Ausland. Dabei wurden über 6000 Personen erreicht.

Verschiedene Ausgaben der Curaviva Fachzeitschrift enthielten Berichte über den Migrationsbus:





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