Deutsch -  Französisch

Aktuell


Aufnahme aus dem Film "My Mother is in Sri Lanka" von Jürg Neuenschwander und Remo Legnazzi (Produktionsjahr: 1987) (c) Container TV AG

Studie zu Lebenssituation und Bedürfnissen der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz (SRK, 2018)

Das Nationale Forum Alter und Migration hat das SRK mit der Durchführung einer Studie beauftragt, in der die Lebenssituation und Bedürfnisse der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz erhoben werden sollte, um Empfehlungen für die Dienstleistenden in der Gesundheits-, Integrations- und Altersarbeit zu entwickeln.
Rund 10‘000 Tamilinnen und Tamilen der ersten Genera­tion in der Schweiz kommen in den nächsten fünf bis zehn Jahren ins Pen­sionsalter. Die Studie untersucht die Lebens­situation dieser Menschen sowie ihre Bedürfnisse für Betreuung, Pflege und Wohnformen im Alter. Befragungen der ersten und zweiten Generation der tamilischen Gemeinschaft sowie von Fachpersonen zeigen die Folgen gesundheitlicher Belastungen und eine drohende Altersarmut. Die erste Generation hat in der Regel keine Rückkehrpläne mehr, viele können sich aber ein Leben in einer Altersinstitution kaum vorstellen. Die tamilische Gemeinschaft und Schweizer Altersinstitutionen sind gefordert, gemeinsam Lösungen zu finden.

Bericht: Gerber, Maria-Luisa und Hungerbühler, Hildegard 2018: „Lebenssituation und Bedürfnisse der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz“. SRK. Bern. 
> PDF deutsch (68 S.)

Eine Zusammenfassung des Berichts ist auch in Französisch und Tamilisch als Download verfügbar:
> PDF tamilisch (8 S.)      > PDF französisch (8 S.)

Die Ergebnisse der Studie wurden am 11. Dezember 2018 im Polit-Forum Bern im Käfigturm im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kein Kinderspiel" präsentiert.


Sue Westwood (2019):
Ageing, Diversity and Equality

Current understandings of ageing and diversity are impoverished in three main ways. Firstly, with regards to thinking about what inequalities operate in later life there has been an excessive preoccupation with economic resources. On the other hand, less attention has been paid to cultural norms and values, other resources, wider social processes, political participation and community engagement. Secondly, in terms of thinking about the who of inequality, this has so far been limited to a very narrow range of minority populations. Finally, when considering the "how" of inequality, social gerontologys theoretical analyses remain under-developed. The overall effect of these issues is that social gerontology remains deeply embedded in normative assumptions which serve to exclude a wide range of older people.


Sarina Strumpen (2018):
Ältere Pendelmigranten aus der Türkei
Alters- und Versorgungserwartungen im Kontext von Migration, Kultur und Religion

Ältere Pendelmigranten aus der Türkei werden heute im wissenschaftlichen Diskurs als Beispiel dafür angeführt, dass Transnationalität auch das Alter durchdringen kann. Sarina Strumpens Studie geht erstmals systematisch der Frage nach, inwiefern sich in den Alter(n)s- und Versorgungserwartungen der Menschen tatsächlich transnationale, transkulturelle oder auch transreligiöse Phänomene rekonstruieren lassen.Es entfaltet sich ein vielschichtiges Bild der kulturell und religiös begründeten Erwartungen an Hilfe, Pflege und Solidarität im Alter dieser Personengruppe, das mit dem theoretisch-konzeptionellen Wissenschaftsdiskurs ins Gespräch gebracht wird.


Transkulturelle Öffnung

Der Leitfaden bietet Rotkreuz-Mitgliedorganisationen und anderen interessierten Organisationen, welche sich der Transkulturellen Öffnung annehmen, praktische Hilfeleistung.

Ziel der Transkulturellen Öffnung ist es, den Zugang aller Bevölkerungsgruppen zu den Angeboten, Strukturen und Dienstleistungen von Organisationen zu verbessern. Der Leitfaden liefert Hintergrundinformationen zu diesem Thema, Informationen zu wichtigen Handlungsfeldern und Indikatoren der Transkulturellen Öffnung, zu möglichen Massnahmen sowie Good-Practice-Beispiele. 


Forschungsprojekt an der Hochschule für Sozialarbeit Wallis HES-SO
Transnationale Familien und Fernpflege von älteren Eltern: der Fall von tunesischen Familien in der Schweiz und ihren Eltern in Tunesien
Das Projekt erforscht die Situation von transnationalen Familien mit pflegebedürftigen Eltern, die nicht im gleichen Land wie ihre Kinder wohnen. In einem ersten Schritt wird ein ländervergleichender und interdisziplinärer aktueller, wissenschaftlicher Literaturüberblick zur Thematik erstellt. Die Ziele sind die Ausarbeitung der aktuellen Herausforderungen respektive Wissenslücken im transnationalen Familienkontext, sowie die Vertiefung der Kooperation mit der tunesischen Partnerinstitution mit zwei Workshops.

Projektteam: Stefanie Kurt (Leitung), Lassaad Labidi, Institut National du Travail et des Etudes Sociales de Tunis - INTES, Tunisie (Leitung), Barbara Waldis, Amel Mahfoudh
Laufzeit: September 2018 - September 2019
Finanzierung: Leading House Middle East and North Africa der HES-SO






© 1999 - 2018 Nationales Forum Alter und Migration