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Studie zu Lebenssituation und Bedürfnissen der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz

Das Nationale Forum Alter & Migration hat das SRK mit der Durchführung einer Studie beauftragt, in der die Lebenssituation und Bedürfnisse der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz erhoben werden soll, um Empfehlungen für die Dienstleistenden in der Gesundheits-, Integrations- und Altersarbeit zu entwickeln.
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Marina Widmer, Giuliano Alghisi, Rolando Ferrarese, Fausto Tisato (Hrsg.):
Grazie a voi!
Ricordi e Stima – Fotografien zur italienischen Migration in der Schweiz
Limmatverlag, Zürich, 2016

Von Integration sprach niemand, als die Italienerinnen und Italiener während des Nachkriegsaufschwungs in die Schweiz kamen, die Schweiz erwartete von ihnen Assimilation. Dabei sahen sie sich mit einer erheblichen Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. Als Antwort auf die geschlossene schweizerische Gesellschaft gründeten sie ihre eigenen Vereine für Sport und Freizeit, organisierten kulturelle Anlässe sowie Feste und eröffneten eigene Schulen und Kindertagesstätten. Sie schufen sich ihre eigene Welt und veränderten von dort aus sich und die Schweiz.
«Grazie a voi.» zeigt Fotografien aus dem Leben dieser italienischen Migranten, und zwar ihre eigenen Bilder: Fotografien von Familien und Einzelpersonen und von Fotografen, die an offiziellen Anlässen und Festen der italienischen Gemeinschaft aufgenommen wurden. Sie erzählen von Alltag und Familie, Bildung und Politik, von Freizeit, ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen, Feiern und Eleganz. (Quelle: Verlag)


Philipp Eigenmann (2017):
Migration macht Schule. Bildung und Berufsqualifikationen von und für Italienerinnen und Italiener in Zürich, 1960 – 1980.
Chronos Verlag, Zürich

„Die italienischen Arbeiterinnen und Arbeiter, die nach 1945 in die Schweiz geholt wurden, begannen sich nach 1964 für die Bildung zu engagieren. Sie initiierten ein differenziertes Angebot an allgemeiner und beruflicher Weiterbildung und bauten schulergänzende Betreuung und Unterstützung für ihre Kinder auf. Ebenso diskutierten sie Berufsqualifikation und Schulbildung in der Emigration und brachten sich in bildungspolitische Debatten in der Schweiz ein.

Philipp Eigenmann legt dar, wie die Zugewanderten ihre päda­gogischen Bestrebungen trotz der damaligen restriktiven Haltung gegenüber ausländischen Arbeitskräften umsetzten. Mit ihren Aktivitäten verfolgten die Migrantinnen und Migranten verschiedene Ziele. Einerseits zielten sie mit den von ihnen gegründeten italienischen Weiterbildungsorganisationen auf einen besseren Arbeitszugang wie auch auf eine Demokratisierung von Bildungs- und Arbeitswelt. Andererseits zeigen die damaligen kontroversen Diskussionen darüber, ob die Kinder der Zugewanderten besser italienische Schulen oder die öffentlichen Regelklassen bstuchen sollten, wie die unklare Bleibeperspektive den Umgang mit Bildung strukturierte. Die Untersuchung nutzt Quellen italienischer Emigrationsorganisationen aus dem Raum Zürich und wirft einen neuen Blick auf die Geschichte der Migration.“ (Quelle: Verlag)

https://www.chronos-verlag.ch/node/20967


UNHCR: The Rights of Older Persons in the Global Compact on Refugees
Empfehlungen für den Umgang mit älteren geflüchteten Personen


SGG (Hrsg.) Angewandte GERONTOLOGIE, Heft 4/2017
Vielfalt – Jenseits der Normen des aktiven Alterns

http://econtent.hogrefe.com

Siehe insbesondere folgende Artikel:

  • Claudio Bolzman : Afrikanische und lateinamerikanische Migranten im Seniorenalter : Lebenswege und Lebensbedingungen (S. 13-15)

  • Hildegard Hungerbühler: Nationales Forum Alter & Migration – Engagement für eine vergessene Zielgruppe der Altersbevölkerung (S. 26-27)

  • Luzia Jurt: Vorläufig aufgenommene Menschen in der Schweiz (S. 19-20)

  • Christa Hanetseder: Wir bleiben: Ältere Migrantinnen und Migranten
    in der Schweiz (S. 43-44)
     


Sonja Nowossadeck, Daniela Klaus, Laura Romeu Gordo und Claudia Vogel (2017):
Migrantinnen und Migranten in der zweiten Lebenshälfte. Report Altersdaten 02/2017.
Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen (PDF)

In der öffentlichen Diskussion wird oft pauschal von Migrantinnen und Migranten gesprochen oder es wird lediglich zwischen Migrantinnen und Migranten erster und zweiter Generation unterschieden. Um belastbare Ergebnisse zu erhalten, sind jedoch weitere Differenzierungen erforderlich, wie der aktuelle Report Altersdaten „Migrantinnen und Migranten in der zweiten Lebenshälfte“ zeigt. Der Report bietet Informationen zu Migrantinnen und Migranten der ersten Generation, also Personen, die selbst nach Deutschland zugewandert sind. Zu dieser sehr heterogenen Gruppe gehören unter anderem ehemalige Arbeitsmigrant/innen aus den früheren Anwerbestaaten sowie (Spät-)Aussiedler/innen. In einer dritten Gruppe werden andere zugewanderte Personen aus Ländern der Europäischen Union und außereuropäischen Ländern ausgewiesen.


Zeitschrift „Medien & Alter“,  Heft Nr. 11 (November 2017):
Ältere Migrant/-innen und Medien
München

Von der Politik, aber auch von der Wissenschaft, sind Migrant/-innen großenteils nur kursorisch beachtet worden, keinesfalls entsprechend ihres gesellschaftlichen Gewichts und der (unterschiedlichen) Probleme, die sich mit ihrer – pauschal gesprochen – „Integration“ ergaben und noch ergeben. Diese Defizite fallen besonders deutlich ins Gewicht, wenn bestimmte Themen- und Handlungsfelder wie hier die Nutzung von Medien aufgegriffen werden. Während die bundesdeutsche (Mehrheits-)Gesellschaft allein schon wegen ihrer Relevanz für Medienkonsum und Werbung kontinuierlich mit bewährten quantitativen Parametern vermessen wird, existieren für die Migrantenminderheiten allenfalls gemeinhin auf die jugendliche Population fokussierte Fallstudien. Doch inzwischen sind ihre Angehörigen zumal der ersten Migrationsgenerationen selbst in die Jahre gekommen. Sie befinden sich bereits im Rentenalter und haben spezielle Mediensozialisationen und -biografien vorzuweisen, die analytisch weithin unbekannt sind. Schätzungsweise gut eine Million davon sind über 65 Jahre alt und damit in Rente oder im Ruhestand. Ältere Migrant/-innen jedweder Ethnie und/oder Nationalität sind für die hiesige Sozial- und Medienforschung nahezu unbekannte soziale Wesen.

Themen u.a.:

  • Mediennutzung von älteren Menschen mit Migrationsgeschichte

  • Medienaneignung türkischer Migrationsgenerationen erforschen und Migration im
    Museum zeigen.  Ein Interview mit Dr. Bora Ak?en

  • Geteilt vernetzt: Ausprägungen des Digital Divide unter älteren Migrantinnen in Deutschland

  • Flucht 2.0 – Auch für ältere Menschen? Überlegungen aus einem Forschungsprojekt zur Mediennutzung von Geflüchteten

 http://www.kopaed.de/kopaedshop/?pg=1_10&pid=1111


Harm-Peer Zimmermann, Andreas Kruse und Thomas Rentsch (Hrsg.) (2016):
Kulturen des Alterns. Plädoyers für ein gutes Leben bis ins hohe Alter
Frankfurt/New York: Campus.

Wie wollen wir im Alter leben? Welche kulturellen und sozialen Bedingungen sind dafür ausschlaggebend? Altersforscher und -forscherinnen aus Kultur- und Medienwissenschaft, Ethnologie, Soziologie und Theologie loten Möglichkeiten des Alterns in globaler Perspektive aus. Sie weisen auf Potenziale des Alters für die Gesellschaft hin und widersprechen verbreiteten Negativszenarien, die eine Vergreisung der Gesellschaft und einen Clash oft Generations prophezeien. Die Beiträge zeigen, wie die Kunst des humanen Alterns in der Welt gelingen kann.


Reimer Gronemeyer, Jonas Metzger, Verena Rothe und Oliver Schultz (2017):
Die fremde Seele ist ein dunkler Wald.
Über den Umgang mit Demenz in Familien mit Migrationshintergrund
Psychosozial-Verlag: Bielefeld.

Die Autorin und Autoren geben Einblicke in die Erfahrungen und den Umgang mit Demenz in Familien mit Migrationshintergrund. Der vorliegende Band zeigt sowohl die besonderen Herausforderungen, vor welche die Demenz diese Familien stellt, als auch die Antworten, die diese darauf finden.

 


Gwendolyn Gilliéron, Luzia Jurt, Vera Sperisen, Béatrice Ziegler, FHNW (2017):
Schlussbericht Teilhabe und Lebenslage von alternden Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen
Ein Projekt im Rahmen der Strategischen Initiative Alternde GesellschaftNeue Forschung zum Thema. Erstmals in der Schweiz wurde die Situation von alternden Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen unter dem Aspekt des ungewissen Aufenthaltsstatus untersucht.


Johner-Kobi, S. & Gehrig, M. Z Gerontol Geriat (2017):
doi:10.1007/s00391-017-1195-5
Ältere Migrantinnen und Migranten am Wohnort erreichen
Erfahrungen aus dem Schweizer Projekt "vicino"






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