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Aktuell


Studie zu Lebenssituation und Bedürfnissen der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz

Das Nationale Forum Alter & Migration hat das SRK mit der Durchführung einer Studie beauftragt, in der die Lebenssituation und Bedürfnisse der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz erhoben werden soll, um Empfehlungen für die Dienstleistenden in der Gesundheits-, Integrations- und Altersarbeit zu entwickeln.
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Reimer Gronemeyer, Jonas Metzger, Verena Rothe und Oliver Schultz (2017):
Die fremde Seele in ein dunkler Wald.
Über den Umgang mit Demenz in Familien mit Migrationshintergrund
Psychosozial-Verlag: Bielefeld.

Die Autorin und Autoren geben Einblicke in die Erfahrungen und den Umgang mit Demenz in Familien mit Migrationshintergrund. Der vorliegende Band zeigt sowohl die besonderen Herausforderungen, vor welche die Demenz diese Familien stellt, als auch die Antworten, die diese darauf finden.

 


Alistair Hunter (2017): 
Retirement Home? Ageing migrant workers in France and the question of return.
Springer: IMISCOE Research Studies.

The book offers new insights into the ageing-migration nexus and the nature of home. Documenting the hidden world of France’s migrant worker hostels, it explores why older North and West African men continue to live past retirement age in this sub-standard housing. Conventional wisdom holds that at retirement labour migrants ought to instead return to their families in home countries, where their French pensions would have far greater purchasing power.

This paradox is the point of departure for a book which transports readers from the banlieues of Paris to the banks of the Senegal River and  the villages of the Anti-Atlas. In intimate ethnographic detail, the author brings to life the experiences of these older labour migrants by sharing in the life of the hostels as a resident, by observing at close quarters the men's family life on the other side of the Mediterranean as a guest in their homes, and even by accompanying them in their travels by bus, sea, and air. 

The monograph evaluates several theories of migration against rich qualitative data gathered from multiple methods: biographical narrative and semi-structured interviews, participant observation, and archival research.


Schweizerisches Rotes Kreuz, Gesundheit und Integration (2017):
Gesundheitswegweiser Schweiz, 4. komplett überarbeitete Auflage

Der Gesundheitsratgeber hilft Personen, insbesondere Migrantinnen und Migranten sich im komplexen schweizerischen Gesundheitswesen zurechtzufinden - in 18 Sprachen! Der neue Gesundheitswegweiser bietet umfassende und leicht verständliche Informationen rund um das Thema Gesundheit in der Schweiz. Er gibt Auskunft über Prävention, Krankenkasse und die medizinische Versorgung. Er erklärt Rechte und Pflichten der Patientinnen und Patienten sowie gesetzliche Grundlagen. Zudem enthält er Hinweise auf wichtige Anlaufstellen und Angaben zur Gesundheitsversorgung für besonders verletzliche Gruppen wie Asylsuchende und Sans-Papiers. Neu bietet eine Einlegeklappe den Kantonen, Gemeinden oder Fachstellen die Möglichkeit, eigenes Informationsmaterial oder Adressen beizulegen.
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Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (Juni 2017):
Hohes Alter, aber nicht für alle.
«Seit gut einem Jahrhundert steigt die mittlere Lebenserwartung global stetig, steil und scheinbar unaufhaltsam, nachdem sie zuvor stets niedrig geblieben und heftigen Einbrüchen durch Hungersnöte und Seuchen, Kriege und Katastrophen unterworfen war. (...) In den früh industrialisierten Ländern setzte der Anstieg zuerst ein. (...) In den weniger entwickelten Teilen der Welt setzte der Anstieg der Lebenserwartung später ein. Zwischenzeitlich stagnierte oder fiel sie sogar, vor allem durch die HIV/Aids-Epidemie, die von den 1990er Jahren an besonders in Afrika und Asien zahlreiche Todesopfer forderte. Heute klafft zwischen mehrheitlich reichen Weltregionen und Afrika zwar immer noch eine Lücke bei der Lebenserwartung von 17 Jahren. Aber die Tendenz zeigt auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern nach oben. Kann sich dieser Trend immer weiter fortsetzen? (...)Doch es gibt auch Entwicklungen, die zumindest regional beziehungsweise in bestimmten Schichten der Gesellschaft den Anstieg bremsen. Die Gesundheit und damit die Lebenserwartung werden wesentlich von zwei Faktoren bestimmt: dem Sozialstatus und dem Bildungsgrad.»


Gwendolyn Gilliéron, Luzia Jurt, Vera Sperisen, Béatrice Ziegler, FHNW (2017):
Schlussbericht Teilhabe und Lebenslage von alternden Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen
Ein Projekt im Rahmen der Strategischen Initiative Alternde GesellschaftNeue Forschung zum Thema. Erstmals in der Schweiz wurde die Situation von alternden Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen unter dem Aspekt des ungewissen Aufenthaltsstatus untersucht.


Johner-Kobi, S. & Gehrig, M. Z Gerontol Geriat (2017):
doi:10.1007/s00391-017-1195-5
Ältere Migrantinnen und Migranten am Wohnort erreichen
Erfahrungen aus dem Schweizer Projekt "vicino"


Forschungsprojekt "OPEN - Interkulturelle Öffnung der Pflegeberatung", Hochschule Rhein Main Wiesebaden im Verbund mit Frankfurt University of Applied Sciences und Katholische Hochschule Mainz 
Pflegeberater/-innen bieten Familien, in denen ein Pflegebedarf auftritt, eine kostenlose, neutrale, unabhängige und vertrauliche Beratung und Begleitung durch den Dschungel der Unterstützungsangebote und den Möglichkeiten ihrer Finanzierung. Das Angebot wird allerdings von zugewanderten Menschen laut den Beratungsstellen nicht in dem Umfang in Anspruch genommen, wie es der Anteil an Migrantinnen und Migranten an der Gesamtbevölkerung Deutschlands erwarten lässt. Deshalb wurde vor rund drei Jahren das Projekt «OPEN- Interkulturelle Öffnung der Pflegeberatung» ins Leben gerufen, das Ende September 2017 abgeschlossen wird. «Wenn Menschen mit Migrationshintergrund pflegebedürftig werden, übernehmen noch häufig Angehörige wie Ehefrauen, Töchter oder Schwiegertöchter die Pflege», so Prof. Dr. Ulrike Schulze, Professorin für Pflegewissenschaft/Klinische Pflege an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und Projektleiterin des Frankfurter Projektteams von «OPEN»


nccr - on the move
National Center of Competence in Research - The Migration-Mobility Nexus
Dreisprachige (englisch, französisch, deutsch) interaktive Plattform mit einer Vielzahl an Informationen zu Migration.


(c) colourbox

Radio SRF1 - «Treffpunkt» (17.05.2017):
Alt werden hier und dort: Migranten in der Schweiz
Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Jürg Oehninger, Simone Hulliger
Unter Mitwirkung von Hildegard Hungerbühler, Vizepräsidentin Forum Alter und Migration

Alt werden ist eine Kunst. Besonders auch dann, wenn man in einem anderen Land lebt. Das gilt auch für Migrantinnen und Migranten in der Schweiz. Viele sind sogenannte Arbeitsmigranten und zum Teil seit Jahrzehnten hier. Andere sind hierher geflüchtet. Das prägt den Alltag auch im Alter.
Der «Treffpunkt» beantwortet die Frage, wie es den Menschen mit Migrationshintergrund in der Schweiz geht, wie sie sich im Alter zurechtfinden und welche speziellen Bedürfnisse sie haben.


Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen und Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI), Rukiye Bölük, Christoph Bräutigam, Michael Cirkel, (2017):
Gemeinsam zuhause? Birlikte evde?
Wohnalternativen für pflegebedürftige türkische Migrantinnen und Migranten

Laufzeit: 01.03.2015 - 30.04.2016 - Endbericht


Christa Hanetseder: In der Fremde und Zuhause. Altwerden in der Migration.
In: Zentrum für medizinische Bildung Bern (Hrsg.) (2017): Ethik in der Aktivierung.
hep Verlag: Bern, S. 55-84


Claudia Vogel, Julia Simonson & Clemens Tesch-Römer (2017):
Freiwilliges Engagement und informelle Unterstützungsleistungen von Personen mit Migrationshintergrund.
In: Freiwilliges Engagement in Deutschland. Der Deutsche Freiwilligen-Survey 2014. S. 601-634
Kapitel 23 des Deutschen Freiwilligen-Surveys 2014 hält unter anderem fest: „Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen nach Art des Migrationshintergrundes sind bezüglich der informellen Unterstützungsleistungen geringer als bezüglich des freiwilligen Engagements. Menschen mit Migrationshintergrund leisten im Vergleich zu Menschen ohne Migrationshintergrund zu etwas höheren Anteilen Kinderbetreuung nicht-eigener Kinder, zu etwas geringeren Anteilen instrumentelle Hilfen und zu etwa gleichen Anteilen Pflege- und Betreuungsleistungen im außerfamilialen sozialen Nahraum.“






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