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Aktuell


Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (Juni 2017):
Hohes Alter, aber nicht für alle.

"Seit gut einem Jahrhundert steigt die mittlere Lebenserwartung global stetig, steil und scheinbar unaufhaltsam, nachdem sie zuvor stets niedrig geblieben und heftigen Einbrüchen durch Hungersnöte und Seuchen, Kriege und Katastrophen unterworfen war. (...) In den früh industrialisierten Ländern setzte der Anstieg zuerst ein. (...) In den weniger entwickelten Teilen der Welt setzte der Anstieg der Lebenserwartung später ein. Zwischenzeitlich stagnierte oder fiel sie sogar, vor allem durch die HIV/Aids-Epidemie, die von den 1990er Jahren an besonders in Afrika und Asien zahlreiche Todesopfer forderte. Heute klafft zwischen mehrheitlich reichen Weltregionen und Afrika zwar immer noch eine Lücke bei der Lebenserwartung von 17 Jahren. Aber die Tendenz zeigt auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern nach oben. Kann sich dieser Trend immer weiter fortsetzen? (...)Doch es gibt auch Entwicklungen, die zumindest regional beziehungsweise in bestimmten Schichten der Gesellschaft den Anstieg bremsen. Die Gesundheit und damit die Lebenserwartung werden wesentlich von zwei Faktoren bestimmt: dem Sozialstatus und dem Bildungsgrad."


Gwendolyn Gilliéron, Luzia Jurt, Vera Sperisen, Béatrice Ziegler, FHNW (2017):
Schlussbericht Teilhabe und Lebenslage von alternden Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen
Ein Projekt im Rahmen der Strategischen Initiative Alternde Gesellschaft

Neue Forschung zum Thema. Erstmals in der Schweiz wurde die Situation von alternden Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen unter dem Aspekt des ungewissen Aufenthaltsstatus untersucht.


Johner-Kobi, S. & Gehrig, M. Z Gerontol Geriat (2017):
doi:10.1007/s00391-017-1195-5
Ältere Migrantinnen und Migranten am Wohnort erreichen
Erfahrungen aus dem Schweizer Projekt "vicino"


Forschungsprojekt "OPEN - Interkulturelle Öffnung der Pflegeberatung", Hochschule Rhein Main Wiesebaden im Verbund mit Frankfurt University of Applied Sciences und Katholische Hochschule Mainz 

"Pflegeberater/-innen bieten Familien, in denen ein Pflegebedarf auftritt, eine kostenlose, neutrale, unabhängige und vertrauliche Beratung und Begleitung durch den Dschungel der Unterstützungsangebote und den Möglichkeiten ihrer Finanzierung. Das Angebot wird allerdings von zugewanderten Menschen laut den Beratungsstellen nicht in dem Umfang in Anspruch genommen, wie es der Anteil an Migrantinnen und Migranten an der Gesamtbevölkerung Deutschlands erwarten lässt. Deshalb wurde vor rund drei Jahren das Projekt "OPEN- Interkulturelle Öffnung der Pflegeberatung" ins Leben gerufen, das Ende September 2017 abgeschlossen wird. "Wenn Menschen mit Migrationshintergrund pflegebedürftig werden, übernehmen noch häufig Angehörige wie Ehefrauen, Töchter oder Schwiegertöchter die Pflege", so Prof. Dr. Ulrike Schulze, Professorin für Pflegewissenschaft/Klinische Pflege an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und Projektleiterin des Frankfurter Projektteams von "OPEN."


nccr - on the move
National Center of Competence in Research - The Migration-Mobility Nexus

Dreisprachige (englisch, französisch, deutsch) interaktive Plattform mit einer Vielzahl an Informationen zu Migration.


Schweizerischer Seniorenrat :

Ja-Parole für die Altersvorsorge 2020

Als « Stimme der älteren Bevölkerung » spricht sich der Schweizerische Seniorenrat (SSR) klar für ein Ja zum Reformpaket der Altersvorsorge aus, über das am 24. September abgestimmt wird.

An ihrer Delegiertenversammlung unterstützten sämtliche SSR-Delegierte, mit einer Ausnahme, die Vorlage des Bundesrates und des Parlamentes. Nachdem in den letzten 20 Jahren alle Reformvorhaben an der Urne gescheitert waren, sollte im Herbst eine Rentenvorlage an der Urne wieder einmal erfolgreich werden. Die laufenden Renten bleiben gesichert und für Neurentner ist erstmals seit langem ein AHV-Ausbau vorgesehen. Eine Erhöhung des Mehrwertsteuer-Satzes um 0,6 Prozent sichert die Finanzierung der AHV für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Es werden zwar weiterhin Sanierungsmassnahmen notwendig sein. Für den Moment wird aber ein wichtiger Schritt zur Verteidigung der sozialen Sicherheit getan.

Kontakt :
Schweizerische Seniorenrat SSR / Conseil Suisse des Ainés CSA
Worblentalstrasse 32   CH-3063 Ittigen BE
Telefon 031 924 11 00  Fax 031 924 11 01
info@ssr-csa.ch

Co-Präsident Roland Grunder, Tel.  079 669 98 02
r.grunder@bluewin.ch


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Radio SRF1 - «Treffpunkt» (17.05.2017):
Alt werden hier und dort: Migranten in der Schweiz
Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Jürg Oehninger, Simone Hulliger
Unter Mitwirkung von Hildegard Hungerbühler, Vizepräsidentin Forum Alter und Migration

Alt werden ist eine Kunst. Besonders auch dann, wenn man in einem anderen Land lebt. Das gilt auch für Migrantinnen und Migranten in der Schweiz. Viele sind sogenannte Arbeitsmigranten und zum Teil seit Jahrzehnten hier. Andere sind hierher geflüchtet. Das prägt den Alltag auch im Alter.
Der «Treffpunkt» beantwortet die Frage, wie es den Menschen mit Migrationshintergrund in der Schweiz geht, wie sie sich im Alter zurechtfinden und welche speziellen Bedürfnisse sie haben.


Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen und Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI), Rukiye Bölük, Christoph Bräutigam, Michael Cirkel, (2017):
Gemeinsam zuhause? Birlikte evde?
Wohnalternativen für pflegebedürftige türkische Migrantinnen und Migranten

Laufzeit: 01.03.2015 - 30.04.2016 - Endbericht


Christa Hanetseder: In der Fremde und Zuhause. Altwerden in der Migration.
In: Zentrum für medizinische Bildung Bern (Hrsg.) (2017): Ethik in der Aktivierung.
hep Verlag: Bern, S. 55-84


Claudia Vogel, Julia Simonson & Clemens Tesch-Römer (2017):
Freiwilliges Engagement und informelle Unterstützungsleistungen von Personen mit Migrationshintergrund.
In: Freiwilliges Engagement in Deutschland. Der Deutsche Freiwilligen-Survey 2014. S. 601-634

Kapitel 23 des Deutschen Freiwilligen-Surveys 2014 hält unter anderem fest: „Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen nach Art des Migrationshintergrundes sind bezüglich der informellen Unterstützungsleistungen geringer als bezüglich des freiwilligen Engagements. Menschen mit Migrationshintergrund leisten im Vergleich zu Menschen ohne Migrationshintergrund zu etwas höheren Anteilen Kinderbetreuung nicht-eigener Kinder, zu etwas geringeren Anteilen instrumentelle Hilfen und zu etwa gleichen Anteilen Pflege- und Betreuungsleistungen im außerfamilialen sozialen Nahraum.“






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